Initiative für eine gerechte Geburtshilfe in Deutschland - Information, Austausch, Diskussion.
Initiative für eine gerechte Geburtshilfe in Deutschland - Information, Austausch, Diskussion.

Auswertung der Roses Revolution 2017

Die Aktion gegen Respektlosigkeit und Gewalt in der Geburtshilfe fand am 25.11.2017 zum fünften Mal statt. 174 verschiedene klinische Geburtshilfestationen wurden dieses Jahr im Rahmen der Aktion von Frauen entweder mit Rosen bedacht oder in Berichten genannt – das sind so viele wie nie zuvor. Laut IQTIG Bundesauswertung Geburtshilfe gab es 2016 741 klinische Geburtshilfeeinrichtungen: rechnerisch wurden somit 25% der Einrichtungen in Deutschland von Frauen gewaltsamer Handlungen unter der Geburt bezichtigt.

Außerdem wurden 3 Geburtshäuser, eine Frauenarztpraxis und eine Kinderarztpraxis benannt.

Eine Frau schickte ihre Rose aus Deutschland nach Bath (GB).

 

Im akuten Zeitraum der Roses Revolution gab es auf der FB-Seite 396.712 aktive Beteiligungen, also Likes, Kommentare, Teilen der Inhalte (2016 waren es 352.279 aktive Beteiligungen)

 

Rosenniederlegungen

196 Fotos sind neu im Fotoalbum, darin 6 aus der Schweiz, 1 aus Österreich.

Für Deutschland können anhand der Fotos mindestens 269 unterschiedliche Akte der Rosenniederlegung in 145 unterschiedlichen klinischen Geburtseinrichtungen identifiziert werden.

Außerdem gab es

• 7 Fotos von anonymen Rosen

• 3 Geburtshäuser

• 1 Frauenarztpraxis

 

Geburtsberichte

Es wurden dieses Jahr 109 Geburtsberichte veröffentlicht, so viele wie noch nie.

Darin wurden gegenüber dem RosRevTeam 104 unterschiedliche klinische Geburtshilfeeinrichtungen benannt (teilweise sind die Berichte ohne Angabe des Ortes veröffentlicht).

U.a. wurden thematisiert:

• unsachgemäßes, traumatisches Kristellern (statt Schieben mit einer Hand, auf den Bauch werfen),

• Dammschnitte ohne Einwilligung, teilweise als offensichtliche Machtgeste ausgeführt,

• Unachtsamer Umgang mit MutterKind bei kleinen Geburten, Totgeburten,

• Kaiserschnitte ohne ausreichende Betäubung,

• Gewalt im Wochenbett,

• massive verbale Gewalt,

• die Sicht des Vaters/Geburtspartners.

 

Weitere Beiträge

• 1 Motivationsbrief: „Warum bei der RosRev mitmachen sinnvoll ist“

• 5 veröffentlichte Hebammenberichte

• 2 Briefe von Hebammen

• 10 Berichte, die keine sind (z.B. Berichte, dass die Frauen es nicht schaffen, eine Rose niederzulegen und warum, aber auch Briefe an die Kliniken, Protestnoten, … )

• 1 Praktikantinnenbericht

• 8 Berichte über die Rosenniederlegung

• 2 Rückmeldungen von Kliniken

• 1 Bericht über Zustände im medizinischen Bereich

• 1 Bericht über den Umgang mit Mutter und Kind mit Downsyndrom nach der Geburt

 

 

Mediale Berichterstattung

mindestens 22 neue Blogbeiträge zur Roses Revolution 2017 (viele weitere finden sich aus den vergangenen Jahren)

8 weitere online-Beiträge (darunter die Stellungnahme des UN Women Nationales Komitee Deutschland sowie Foren, Kurznachrichten, ...)

11 Zeitungsartikel (1 in der Schweiz mit Bezug auf Roses Revolution Deutschland)

2 Artikel in Zeitschriften (1 in der Schweiz mit Bezug auf Roses Revolution Deutschland)

1 Fernsehbeitrag (ZDFplus), 2 weitere (SternTV und WDR in Vorbereitung)

Radio: 1-stündiges Feature von Marie von Kuck, das wiederholt im Deutschlandfunk und WDR lief

Links zur Berichterstattung finden sich hier.

 

Eine Rückmeldung vom Bundesministerium für Gesundheit oder von Gesundheitsminister Hermann Gröhe erfolgte nicht.

Stand: 15.01.2018

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