Initiative für eine gerechte Geburtshilfe in Deutschland - Information, Austausch, Diskussion.
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Düstere Zeiten in der Geburtshilfe

Eine schwarze Welle durch Deutschland...
 

Innerhalb weniger Stunden färben sich die Profilbilder auf FB, Twitter, Whatsapp und Co schwarz. Denn in Sachen Geburtshilfe sieht es in Deutschland zappenduster aus. Jetzt mitmachen! Z.B. der FB-Gruppe/Veranstaltung beitreten.

Über weit über 6500 Zusagen, über 65.000 Einladungen! [Stand 20 Uhr, 08.11.2014]

 

Eine Aktion von Elternprotest!

Das Sterben ist leiser geworden. Nicht weniger. Lasst das nicht zu!


von Michaela Scott (Elterninitiative Hebammenunterstützung)

"Wir wissen, dass im wirklichen Leben viele, viele Menschen denken, das Hebammenproblem ist gelöst. Das ist falsch!!!

  1. Es betrifft längst nicht nur die Hebammen. Sondern die gesamte Geburtshilfe. Dort wo Kliniken schließen, schließen Geburtshäuser, geben Hebammen ihre Tätigkeit auf. Hebammen, die in größter wirschaftlicher Unsicherheit kalkulieren (müssen) haben keine Kraft oder finanzielle Ressourcen mehr und hören ebenfalls auf. Dadurch werden die weißen Flecken auf der Landkarte der bundesweiten Geburtshilfe immer größer. In vielen ländlichen Gebieten finden sich schon heute keine Angebote mehr.
  1. Es gibt kein Versicherungsangebot für die Geburtshilfe (GH) nach 2016. KEINES. Das wirkt sich bereits HEUTE aus. Die Hebammen steigen aus, niedergelassene Gynäkologen geben die GH ebenfalls auf. Das ändert sich auch nicht mit den von Hermann Gröhe angekündigten Gesetzesänderungen. Der Versicherungsmarkt in diesem Sektor ist faktisch tot. Ob die kommenden Änderungen zur Wiederbelebung reichen, ist fraglich.


Als Elternprotest arbeiten wir derzeit an einer offiziellen schriftlichen Stellungnahme zu diesem Gesetzesentwurf. Das bindet viele unserer Kapazitäten. Aber wir wollen gehört werden und wir brauchen dafür EUCH!

Verbreitet per Copy-&-Paste und in allen Gesprächen die Nachricht, dass noch lange nichts gelöst ist. Werdet aktiv und holt neue Protestler dazu. WIR alle müssen den Protest von hier nach draußen tragen. Wenn die Welle der Empörung abebbt, wird es bald zappenduster in den Kliniken, Geburtshäusern und Hebammenpraxen landauf und landab. BITTE, BITTE nicht nur abnicken, sondern teilen, teilen, teilen – auch und gerade abseits von Smartphones und PCs! Redet mit euren Abgeordneten, die es vielfach nicht besser wissen, die teilweise selbst glauben, dass das Thema jetzt vom Tisch ist. Weist Freunde und Bekannte auf die Problematik hin. Werdet laut!

Das Sterben ist leiser geworden. Nicht weniger. Lasst das nicht zu!

Am 5. November geben wir unsere Stellungnahme ab. Im Bundestag und öffentlich!"

Landkarte der Unterversorgung 2014 vom Deutschen Hebammenverband e.V.

Gerechte Geburt - Kommentar

 

Deutschlandweit, d.h. auch in den Städten, gibt es deutliche Unterversorgung - mit verheerenden Folgen für die betroffenen Frauen/Familien (vgl. Landkarte der Unterversorgung).

 

Doch es finden nicht nur viele Mütter keine Nachbetreuungshebamme oder keine Beleghebamme (für Haus-/Klinikgeburt), in den letzten Jahren gibt es zudem immer mehr Frauen, die auch in den Kliniken nicht mehr ausreichend betreut werden. Der Betreuungsschlüssel liegt z.T. bei 1:4 (Viele Geburten zu wenig Betreuung - ZEIT), auch Hebammen leiden darunter (Hebammen sind nach Komplikationen traumatisiert - Kurrier).

 

Die Situation ist - und da gibt es nichts zu beschönigen - zappenduster.

 

Die Aktion Zappenduster: Eine schwarze Welle durch Deutschland... ist uneingeschränkt zu empfehlen, da so ein Bewusstsein bei den Menschen für die prekäre Situation geschaffen wird. Eventuell kann dies sogar den Druck auf die Politiker erhöhen. Wir warten schon zu lange!

 

Man bedenken: U.a. durch die schlechte Betreuungssituation (Zeit-/Personalmangel) kann es zu Gewalt in der Geburtshilfe kommen. Ca. 50% der Gebärenden sollen betroffen sein und dennoch ist es noch immer ein Tabuthema. Roses Revolution ist eine globale Aktion, die sich dieser Sache angenommen hat.

 

Hier geht's zu den News.

Stand: 10.05.2017

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