Initiative für eine gerechte Geburtshilfe in Deutschland - Information, Austausch, Diskussion.
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Gerechte Geburt

Möchtest Du eine gerechte, selbstbestimmte Geburtserfahrung?

 

Wer hat sie nicht gehört, die Schauergeschichten aus Kliniken oder aber die merkwürdigen detaillosen Geburtsgeschichten "dann gingen die Wehen los und ... ja irgendwann war er dann da", bei denen der "Mittelteil" still ausgespart wird, um den werdenden Müttern "keine Angst" zu machen.

 

Häufig sagen Mütter - insbesondere nach der ersten Geburt - dass ihnen die Kontrolle verloren ging. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn der eigene Körper diese übernommen hätte, leider sind es jedoch meist eher Apperate, medizinische Interventionen und Entscheidungen von Ärzten und Hebammen, welche das Gefühl von Auslieferung und wenig Mitbestimmung verleihen können.

 

 

Merkblatt: "Gut vorbereitet - für eine selbstbestimmte Geburt"

  • Wenn Du Dein Kind zur Welt bringst, solltest Du Dich sicher fühlen. Dies ist der Schlüssel für eine gerechte und selbstbestimmte Geburt, denn nur Du allein kannst entscheiden, was Dich sicher fühlen lässt, wo und wie Du Dich sicher fühlst.
  • Hierfür ist es empfehlenswert eine Beleghebamme und/oder Doula (Geburtsbegleitung) zu treffen - eine individuelle Betreuung, bei einer Person, bei der Du Vertrauen aufbauen kannst und eine 1:1-Betreuung muss man heute zwar leider noch privat bezahlen, aber man kann sich dies auch schenken lassen (rückblickend würde ich auf sämtliche Bodys, Strampler und Spielzeug verzichten, wenn ich stattdessen eine Beleghebamme gehabt hätte)
  • Informiere Dich auch über: "Wenn's nicht glatt läuft..." Eine von sechs aller Geburten starten "normal" und werden per Kaiserschnitt beendet. Informiere Dich daher über die möglichen Konsequenzen nach einer solchen OP und akzeptiere, dass die devensive Geburtshilfemedizin (Angst vor Schadensersatzforderungen bei Geburtshilfeschäden) sehr schnell zu operativer Beendigung einer Geburt führen kann. Im Idealfall sollte dies natürlich nur im äußersten Notfall geschehen, jedoch kann man davon ausgehen, dass nicht jede sechste Geburt ein Notfall ist (vgl. Empfehlung der WHO: Kaiserschnittrate von 10%). Leider ist die Gesetzteslage in Deutschland so, dass auch gegen Deinen Willen ein Kaiserschnitt entschieden werden kann.
  • Sei stark! DU bist diejenige, die dieses Kind auf die Welt bringen soll, also hast DU alles Recht, zu entscheiden, wie Du liegen willst, was Du essen, trinken willst - höre auf Deinen Körper und lasse Dich nicht von der Klinikroutine überrollen. Du musst keinen Einlauf nehmen, Du musst keine CTG-Dauerüberwachung haben und auch keine Braunüle stechen lassen...
  • Informiere Dich hier (Linksammlung zur selbstbestimmten Geburt).

Kommentare

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  • Mascha (Sonntag, 19. Oktober 2014 20:17)

    Was privat gezahlt werden muss, ist die Bereitschaftspauschale von ca. 400 Euro (es kann sein, dass dieser Betrag sehr variiert) - aber danke für den Hinweis, dass natürlich die 1:1-Betreuung dann
    nicht privat bezahlt wird - auch gibt es von einigen Krankenkassen bereits die Bereitschaft, sich mit bis zu 200 Euro an der Bereitschaftspauschale zu beteiligen. - Leider bekommen viele Frauen keine
    Beleghebammen mehr ab (weiß ich leider aus eigener Erfahrung) - vgl. auch die Landkarte der Versorgunslücken vom Hebammenverband. Werde diesen Abschnitt dann demnächst noch einmal umformulieren, dann
    JAAA zum Glück sind noch Hausgeburt und Geburtshaus-Geburt möglich!

  • Rikarda (Samstag, 18. Oktober 2014 13:46)

    Hausgeburt sowie Geburtshausgeburten sind genauso Krankenkassenleistungen (und kommen den Kassen sogar entgegen, da für sie viel günstiger!! (was jetzt nicht das Argument sein sollte) ) und noch
    (!!!) muss keine Frau eine eins zu eins - Betreuung selber zahlen

  • Rikarda (Samstag, 18. Oktober 2014 13:43)

    noch ist Hausgeburt mögllich!! genauso wie gebären im Geburtshaus - es muss keine Krankenhausgeburt sein !!!

Stand: 19.07.2017

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