Initiative für eine gerechte Geburtshilfe in Deutschland - Information, Austausch, Diskussion.
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Pressemappe: Pressemitteilung und ergänzende Informationen zur Roses Revolution 2017

Roses Revolution 2017: Misshandlungen in der Geburtshilfe. Trauriges 5tes Jubiläum.
17-11-03 Presseinfo - Roses Revolution 2[...]
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Ergänzende Informationen: Interview mit Initiatorin Dr. Katharina Hartmann
zum Zitieren freigegeben, 03.11.2017
Interview Katharina Hartmann - Gewalt in[...]
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Unter Angabe der Quellen dürfen unten stehende Fotos sowie die Zitiate verwendete werden.

 

Respektlosigkeit und Gewalt in der Geburtshilfe

 

WHO-Erklärungen

 

Istanbul Convention

 

Aktuelles

 

 

 

 

Zitate aus Berichten der Roses Revolution Deutschland 2016

Bericht Nr. 2 - Brief von einem Vater:

"... Ich wurde zur Untersuchung aus dem Kreißsaal verwiesen und musste mir die schmerzerfüllten Schreie meiner geliebten Frau tatenlos mit anhören. Was tun in solchem Moment? Ich lief hin und her, hielt meinen Kopf der zu platzen drohte! Es reichte nicht, dass meiner Frau die Sinne genommen wurden,
es wurde ihr auch noch ihre Würde genommen...... (Aussagen der Ärztin: „Früher waren die Frauen wenigstens untenrum rasiert.“„Schläft die jetzt? Wir müssen hier auch arbeiten.“Wie soll das Kind denn heißen? Dicke Tilla?“)..." (Aussage: "Frauen unter der Geburt sind eben ein bisschen empfindlich“).

 

Bericht Nr. 3 - Geburtshaus: "... Einer Mutter zwischen den Zeilen zu unterstellen, sie müsse ihr Kind töten wollen, wenn sie sich nicht in den Kaiserschnitt fügt, ist das allerallerletzte! Sogar ich als Laie konnte erkennen, dass das CTG sich nicht verändert hatte – und auch in unserer dicken Akte steht kein Wort von Lebensgefahr. Nur eine Liste von Scheinindikationen, die auch kumuliert einen Kaiserschnitt nicht nötig gemacht hätten. Jetzt bin ich hier und kämpfe nach all der Zeit immer noch mit Flashbacks und den körperlichen und seelischen Folgen dieser Nötigung..."

 

Bericht Nr. 7 - Folgen: ".... Seit zwei Wochen versuche ich die Geschehnisse auf Papier zu bringen, doch mir fehlt immer wieder die Kraft. Das was in dieser Nacht und den Folgetagen passiert ist, hat mich gebrochen. Ich war ein lebenslustiger und freundlicher Mensch, der sich mit viel Empathie und Hingabe um andere Menschen gekümmert und gesorgt hatte, jetzt bin ich depressiv, niedergeschlagen, verängstigt und habe den Glauben an das Gute im Menschen nahezu verloren...."

 

Bericht Nr. 11 - Mutter mit 17: "... Ich dachte damals ok, los geht ́s, jetzt bekommst du ein Baby ... Weit gefehlt. .... Das Ergebniss dieser Geburt war eine Depression, ein gestörtes Mutter Kind Verhältnis, Panikattaken und auch 17 Jahre später noch Schmerzen an der Narbe und der Seele..."

 

Bericht Nr. 17: "Ein tiefer Schnitt in meine Scheide – ohne zu fragen, ohne mir etwas zu sagen. Laut Klinik ist das bei Saugglockengeburten normal. Auch, dass sie die Frauen darüber nicht informieren.“ [Mutter, Luise Engel, teilt ihre Erfahrungen in einem Blogartikel: "Gewalt gegen Gebärende"]

 

 

Bericht Nr. 63: " ...Aber da ging es auch schon los. Die Hebamme sagte mir: „Ich muss Sie kurz untersuchen.“
Sie tastete, und dann, ohne jede Vorwarnung, durchfuhr mich ein schneidender Schmerz, der buchstäblich durch Mark und Bein ging. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet - ich stöhnte laut und mein Körper bäumte sich auf. Es war mir peinlich, aber ich konnte mich selbst nicht daran hindern. Während ich mich zitternd aufrichtete, Adrenalin bis in die Haarspitzen, erklärte mir die Hebamme, dass sie meinen Gebärmutterhals über den Muttermund geschoben hatte. Ich weiß nur noch, wie ich da halb benommen auf der Liege saß und stumm dachte: WIESO HAT SIE MIR DAS NICHT VORHER ERKLÄRT? Ist es nicht selbstverständlich, einer Frau zu erklären, wozu ein Handgriff notwendig ist und sie darauf hinzuweisen, dass das kurz wehtun wird - BEVOR man ihn ausführt?"

 

Bericht - Eine Rose für meine Schwester: ".... Doch dieses Jahr liegt mir besonders die zweite Rose am Herzen. Ich habe sie für meine Schwester gekauft. Ich wollte sie persönlich beim Klinikum abgeben, dem Ort an dem aus meiner starken großen Schwester in diesem Sommer eine gebrochene Frau wurde. Ich habe mich so darauf gefreut, Tante zu werden und nun verbinde ich mit der Geburt meines ersten Neffens den schlimmsten Tag im Leben meiner Schwester...."

 

Hebammenbericht Nr. 3 - Mobbing im Kreißsaal: "...Ich als Studentin bekomme während meines Einsatzes im Kreißsaal kein Geld, darf den Kreißsaal putzen und zwar alle Schränke von innen und von außen, dabei würde einer examinierten Hebamme niemals in den Sinn kommen, einer Studentin zu helfen oder diese Art von Arbeit gemeinsam zu erledigen..."

 

Hebammenbericht Nr. 4: "... Frauen die unter PDA so derbe vaginal untersucht werden, dass ich mich frage - wo wollen die hinschauen? Frauen, die eine Epi bekommen, ohne gefragt zu werden. Oberärzte liegen auf den Gebärenden und prügeln die Kinder raus..."

 

 

Symbolbild Roses Revolution Deutschland - Foto: Franziska Schonert

Logo der Roses Revolution Deutschland, Jesusa Ricoy

Stand: 19.11.2017

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