Initiative für eine gerechte Geburtshilfe in Deutschland - Information, Austausch, Diskussion.
Initiative für eine gerechte Geburtshilfe in Deutschland - Information, Austausch, Diskussion.

Willkommen bei Gerechte-Geburt!

Mit der Roses Revolution setzen wir am 25. November 2016 zum vierten Mal gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt in der Geburtshilfe. Dies war die ankündigende Pressemitteilung 2015. Mehr Infos zur Aktion gibt es hier.

An die jeweiligen Geburtskliniken (oder anderen  Institutionen/Personen), die eine Rose erhalten: Wir freuen uns über und auf Rückmeldungen - gerne über das Kontaktformular (zur Kenntnisname oder um es anonym oder namentlich hier bzw. auf der FB-Seite zu veröffentlichen). Wir hoffen darauf, dass Sie die friedliche Revolution als Chance sehen, etwas zu verändern.

 

Unter NEWS gibt es einen Überblick der letzten Neuerungen auf Gerechte-Geburt, unter Aktuell aktuelle Entwicklungen, Artikel rund um das Thema Geburtshilfe, z.B. aus der Politik: Das sind die Maßnahmen des Bundesministeriums für Gesundheit: "Wichtige Arbeit der Hebammen unterstützen" und "Das sind die Zweifel des Bundesrats" oder aus den Elternverbänden: "Petition erfolgreich - Anhörung erfolgt am 20.Juni". Dies ist drigend nötig, denn zum 1. Juli 2016 wird die jährliche Prämie der Berufshaftlichtversicherung auf 6843 Euro erhöht und eine langfristige Lösung der Haftpflichtproblematik steht weiterhin aus! Aktuell warnt der Deutsche Hebammenverband außerdem vor negativen Auswirkungen zu schlechter Arbeitsbedingungen in Kliniken (DHV Feb./Mai 2016).

 

_________

 

Großartig, dass Sie den Weg hierher gefunden haben, dass Du Dich hier informierst, engagierst und beteiligst!

 

Hier finden Mütter, Väter, Familien, Betroffene, Interessierte Informationen rund um das Thema Verbesserung von Geburtshilfe.

 

Durch Vernetzung mit verschiedenen Vereinen, vielen Literatur-, Link- und Handlungsempfehlungen sowie den fachlichen Austausch und die Diskussion über das Thema möchte diese Seite auf die Suche nach einer Lösung gehen:

 

Bessere Geburtshilfe - gerechte Geburtshilfe - muss möglich sein. Dies meint "gerecht" für alle Beteiligten: die Mutter, den Vater, die Geburtshelfer (Hebamme, Ärzte, ggf. Krankenhauspersonal, Doula) und das Ungeborene - dies schließt eine transparente Behandlung, faire Bezahlung, gute und individuelle Betreuung sowie das Recht auf Selbstbestimmung mit ein.

 

Bei den vielen Angeboten rund um das Thema Geburt, ist es nicht immer leicht, den Überblick zu bewahren, Märchen von Realität zu trennen und das Wesentliche im Blick zu behalten. Hier möchte ich filter, fokussieren, kritisieren und aufklären.

 

Denn leider ist die Standard-Geburtshilfe in Deutschland alles andere als rosig!

 

Wer sich keine Beleghebamme leisten kann, keine abbekommt oder gar nicht darüber informiert ist, spielt die Hebammen-Lotterie in der Klinik und die ist mit ca. 98% der häufigste Geburtsort in Deutschland. Frauen müssen sich die dort eingesetzten Hebammen während der Geburt häufig teilen, was bedeutet, dass eine 1:1-Betreuung meist nicht möglich ist und es zu vielen medizinischen Interventionen kommt. Nur 7% aller Frauen erleben eine Geburt ohne medizinische Eingriffe, hingegen kommen ein Drittel der Babys mittlerweile per Kaiserschnitt zur Welt (davon zur Hälfte geplant, die andere Hälfte wird erst unter der Geburt entschieden). Dabei spricht die WHO (10.04.2015) von einer "optimalen" Kaiserschnittrate von ca. 10%-15%. Zwar stellen manche Statistiken eine insgesamt gute Zufriedenheit der Mütter über ihre Geburten fest, aber viel zu oft bleiben die Betreuung und die Umstände dem Zufall überlassen, Menschen werden durch Technik ersetzt. Personalmangel, Fallpauschalen, Zeitdruck, Haftpflichtproblematik sind Faktoren, die in der Geburtshilfe eigentlich nichts zu suchen haben sollten. Oft wird vergessen: Es geht um mehr als ums Überleben von Mutter und Kind, denn es ist nicht egal wie wir geboren werden.

 

Wenn Du keine positive Geburtserfahrung machen durftest, eine von den vielen traurigen Geburtsgeschichten gehört oder sogar selbst erlebt hast, dann mach mit bei der nächsten Roses Revolution am 25. November 2016, einer globale Aktion gegen Gewalt in der Geburtshilfe. Selbst die WHO brachte im September 2014 eine wichtige Erklärung zu „Gewalt in der Geburtshilfe“ heraus, um auf das Tabu-Thema und weltweite Problem aufmerksam zu machen. Gerechte-Geburt möchte hier einen Beitrag zur Aufklärung und Prävention leisten, bietet ein ehrenamtliches Hilfeangebot und ist damit Teil der weltweiten Bewegung für eine bessere Geburtshilfe. Vielleicht findest Du auch Antworten für Deine ungerechte Geburtserfahrung oder wie man sie vermeiden kann.

 

Auch Erstgebärende erfahren hier, was man besser vor der Geburt des Kindes wissen sollte, einem aber vielleicht auf den Veranstaltungen für werdende Eltern nicht mitgeteilt wird. Denn man kann sich schützen und mit beeinflussen, dass die Gebärende unter der Geburt gerecht behandelt wird und sich dadurch, auch wenn sie 90 ist, noch mit dem Gefühl von Erfüllung, Glück und Zufriedenheit an die Geburt ihres Kindes erinnern kann. Du möchtest also eine selbstbestimmte gerechte Geburt (für Dich selbst/Deine Partnerin/Tochter/Freundin)? Dann klick Dich z.B. durch die Video-/Artikel-Empfehlungen, denn Wissen ist Macht – Macht über Deine Geburtserfahrung.

 

Übrigens: Diese Seite befindet sich bewusst im Aufbau. Sie soll niemals fertig sein, sondern sich stets weiterentwickeln. Vielen Dank an dieser Stelle für die Vorschläge und positiven Rückmeldungen über das Kontaktformular.

 

Viel Spaß!

 

Eure Mascha

Hier bei einer Demo in Hamburg - Initiative für bessere Geburtshilfe

Kommentar schreiben

Kommentare

  • Cornelia Enning (Montag, 24. November 2014 07:50)

    Gute Aktion!

  • Batcu (Dienstag, 24. Februar 2015 15:35)

    Die Machart find ich total klasse, aber zur Geburt fehlt mir ein Hauch von Farbe, das ist doch eteinglich ein schf6ner Anlass oder *lach*

  • Hans-Joachim B. (Montag, 29. Juni 2015 00:51)

    Die Initiative (über die ich heute in einer Radiosendung auf WDR-5 gehört habe) ist voll und ganz richtig und nötig, sowohl für die Mütter als auch für die Neugeborenen als auch für die Väter... Was
    ich dennoch verstehe, ist, warum auch so viele Mütter und Väter heute - wenn es um Geburt geht - so stark von Angst gesteuert, dass sie sich im Zweifelsfall doch lieber in die Kliniken begeben und
    nicht den Mut zu einer Hausgeburt (im Beisein einer Hebamme) finden, wie es früher mal der Normalfall war (in den ganz seltenen Fällen, in denen sich eine komplizierte Geburt ankündigt, kann man
    immer noch in die Klinik gehen). Krankenhäuser verursachen heute vermutlich mehr Geburtskomplikationen als sie mal zu verhindern angetreten sind.

  • Bernd Lorey (Donnerstag, 16. Juli 2015 16:03)

    Als Mann bin ich bisher nicht in den Genuß gekommen, Gebärender zu sein. Aber Gewalt an Krankenhäusern habe ich über die Jahrzehnte von Ärzten wie Ärztinnen erlebt.
    Als ich kürzlich vor einer Blasenspiegelung über die örtliche Betäubung aufgeklärt werden wollte, erklärte mir der Urologe, daß ihm seine Zeit zu schade wäre. Alternativ könne ich auch gleich wieder
    nachhause gehen.
    Also ertrug ich die unerträglichen Schmerzen ohne Betäubung.
    Anschließend entschuldigte sich der Arzt bei mir für sein Verhalten, nicht ohne mich danach darauf hinzuweisen, daß ich ein Teil des Grundes für sein Verhalten war. Meine Antwort war: Ich lasse mir
    nichts mehr bieten.
    In einem anderen Falle ließ ich einem Chefarzt meine Erlebnisse in Schriftform zukommen. Seine Antwort: Ich glaube Ihnen, was Sie da schreiben, aber ich darf Ihnen das nicht glauben.

Bitte geben Sie den Code ein
* Pflichtfelder

Stand: 21.07.2016

Besucher seit Juni 2014:

Druckversion Druckversion | Sitemap
{{custom_footer}}