2026
22.01.2026: Kleine Anfrage der Grünen: Geburtshilfe und Hebammenversorgung in Deutschland. Die Antwort der Bundesregierung enttäuscht und legt gravierende Datenlücken offen. Hier zum
Originaldokument: Drucksache 21/3779
Insbesondere wird deutlich, dass der Aktionsplan der Ampelregierung nicht "im Hintergrund wirkt" siehe Kommentar von Gerechte Geburt. Die
Bundesregierung unter Merz plant aktuell keinerlei Maßnahmen zur Verbesserung.
2025:
Viel gewollt und wenig Konkretes erreicht. Der Koalitionvertrag der sogenannten
Ampelregierung hatte große, wohlklingende Pläne für die Geburtshilfe. So sollte das Gesundheitsziel "Gesundheit rund um die Geburt" in einem
Aktionsplan (2024) umgesetzt werden. Doch
der Aktionsplan beinhaltet nahezu keinerlei Aktionen, er beschreibt weitestgehend beobachtend die Ist-Situation und leitet keinerlei Reformen an --> Zur mangelhaften Umsetzung des Gesundheitsziels
in dem sogenannten "Aktionsplan" siehe
Kommentar von gerechte Geburt
Nicht nur der deutsche Hebammenverband kritisiert die im Frühjahr 2025 mangelnde Beachtung
in den Koalitonsverhandlungen. "
Politik ignoriert dringenden Handlungsbedarf" (Springer Pflege März2025) Auch bspw. Elternorganisation Mother Hood e. V. bemängelt, dass sich die Politik aus der Verantwortung
stehle und fordert
politische Lösungen (März, 2025).
Derweilen schließen weiterhin die Kreißsäle und mit einer unverständlichen "Engelsgeduld" wird abgewartet, was passiert, anstatt aktiv politisch im Sinne von Frauen, Familien
und Kindern zu gestalten.
Ein Wandel in der
Geburtskultur?
29.10.2020: Abstimmung des Antrags
von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN „Für einen Kulturwandel in der Geburtshilfe - Frauen und Kinder in den Mittelpunkt“ (19/19165) im Bundestag.
Die Umsetzung des Antrags wäre durch weitreichende
Prävention ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung von Respektlosigkeit und #GewaltinderGeburtshilfe - auch im Sinne der #Istanbulkonvention, darum hoffen wir auf die Unterstützung aller Fraktionen und
auf eine positive Abstimmung! Auch wenn es in vielen Punkten nicht weit genug geht und es in jetziger Form eher ein sehr guter Anstoß in die richtige Richtung als ein tatsächlicher Wandel wäre.
Vergleiche dazu die Stellungnahme der Bundeselterninitiative Mother Hood e.V. So
müssten bspw. Elternvertreter:innen mit ins Boot und auch andere Berufe rund um die Versorgung und Betreuung von Schwangeren, Gebärenden und Müttern beteiligt werden, gleichzeitig müssten aktiv alle
Beteiligte vor psychischer, physischer und struktureller Gewalt - auch rechtlich - geschützt werden, schnelle Hilfen für Betroffene bereit stehen. Zwar sind diese wesentlichen Forderungen zum Teil im
Antrag enthalten, dennoch bleibt fraglich, wie sich die rechtliche Situation für Betroffene verbessern soll, da im Grunde die Rechtslage (Patientengesetz) bereits besteht, aber eben nicht eingehalten
wird.
Der Antrag der Grünen ist so wichtig, da das ebenfalls am
29.10. thematisierte 47 Seite starke und wohlklingende "Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz" (z.Z.
im Entwurf) in Bezug auf die Verbesserung der Geburtshilfe absolut nicht weit genug geht. Wie . So heißt es z.B.: "Mit dem Hebammenstellen-Förderprogramm wird eine Verbesserung der
Betreuungsrelation von Hebammen zu Schwangeren angestrebt, die im Regelfall bei 1 : 2 und unter optimalen Bedingungen bei 1 : 1 liegen soll." Dabei bleibt aber fraglich, wie das komplexe
Berechnungssystem mit der Förderung von 0,5 Stellen pro 500 Geburten, in der Zeit von 2021-2023, wirklich diesen gewünschten Effekt erzielen soll. Zudem die relevanten Akteurinnen und Akteure, der
Deutscher Hebammenverband e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe - DGGG dies bezweifeln und dazu eine Stellungnahme
verfasst haben. Darin heißt es: "Die geplanten Maßnahmen sind daher weder geeignet noch ausreichend, um die Arbeitsbedingungen und damit auch die Situation in der Geburtshilfe für die Frauen in
Deutschland nachhaltig und merklich zu verbessern." Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen! Denn bereits heute bleiben freie Stellen unbesetzt. Im Sinne der Gleichbehandlung bleibt darüber
hinaus fraglich, warum außerklinische Geburtshilfe und letztlich auch die Wochenbettbetreuung und Vorsorge gar nicht gefördert werden.
Unterm Strich bleibt: Eltern und Fachpersonal fordern einen
Nationalen #Geburtshilfegipfel zur Verbesserung der Geburtshilfe und für eine echte #Geburtshilfereform - wohlklingende Mini-Maßnahmen werden dem Ausmaß der Geburtshilfekrise nicht gerecht! Es wäre
wünschenswert, wenn diese Forderungen in der Debatte genannt, erkannt und aufgriffen werden und der Antrag der Grünen angenommen und im besten Falle erweitert wird.
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Wissenschaftliche Dienste: Deutscher Bundestag stellt Mitte März 2017 folgendes Gutachten vor: "Zur Frage der Sicherstellung einer angemessenen personellen Ausstattung mit Hebammen in
stationären Geburtshilfeeinrichtungen in ausgewählten Ländern" (Fertigstellung 24.Februar 2017 fertiggestellt) - mit erschreckenden Ergebnissen: z.B. 40 Prozent weniger geburtshilfliche
Einrichtungen.
Lang ersehnt erschien im Januar 2017 das Dokument: "Nationales
Gesundheitsziel: Gesundheit rund um die Geburt" vom Bundesministerium für Gesundheit. Am 3.2.2017 wird es der Öffentlichkeit vorgestellt.
Kurzkommentar von gerechte Geburt:
"Eine umfassende Stellungnahme seitens der Elternverbände (Netzwerk der Elterninitativen für Geburtskultur) wird in
der nächsten Zeit erarbeitet. Leider kann man bereits jetzt sagen, dass trotz vieler löblichen Ziele des BMG die Chance vergeben wurde, würde- und respektvolle Behandlung in der Geburtshilfe (sowie in Schwangerschaft und Wochenbett) als Teilziel zu formulieren und ein Statement gegen Gewalt zu setzen. Hier besteht
dringender Handlungsbedarf."
Die Haftpflichtsituation ist nicht abschließend geklärt.
Was zuvor geschah:
Am12.05.2016 erfolgte die Aussprache zur Situation der Hebammen im Bundestag "unter Top 10 Zukunft der Hebammen" und sorgte für enorme Empörung in sozialen Netzwerken -
Link zum Live-Mittschnittder Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Gesundheit - in der
Plenarsitzung.
Berichte in der Presse:
Und Statement des Hebammenverbands:
Zum 1. Juli 2016 wurde die jährliche Prämie der Berufshaftlichtversicherung auf 6843 Euro erhöht und eine
langfristige Lösung der Haftpflichtproblematik steht weiterhin aus! Aktuell warnt der Deutsche Hebammenverband außerdem vor negativen Auswirkungen zu schlechter Arbeitsbedingungen in Kliniken
(DHV Feb./Mai 2016).
Die Grünen:
Sprechen sich immer wieder für die Hebammen aus:
"Hebammen sind unersetzlich" (Juni 2012)
"Hebammen brauchen jetzt unsere Hilfe" (Feb. 2014)
"Hebammen sind lebenswichtig" - lautet der Titel eines
Fotos, was Ende des Jahres auf den Online-Plattformen auftauchte.
Sie stellten den Antrag "Geburtshilfe heut und in Zukunt sicher [...]" im März 2014 mit.
Seit dem 17.12.2014 sind weitere eindeutige Positionierung online: "Hebammenversorgungsstrukturen insgesamt
stärken" und "Zukunft der Geburt"
Die Linke:
SPD:
CDU:
- Fordert angemessene Vergütung und setzt das neue Maßnahmenpaket Dez. 2014 mit um. Interview mit Jens Spahn (Vorsitzender der Arbeitsgruppe
Gesundheit CDU/CSU) - März 2013.
FDP:
Familienpartei:
Mehr Infos zur Situation in Hamburg.
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Ergebnis der inministeriellen Arbeitsgruppe (IMAG) „Versorgung mit Hebammenhilfe“
- Abschlussbericht
- 56 TeilnehmerInnen, die bei mindestens einer der vier Treffen [gerechte Geburt sieht diese Zusammensetzung kritisch]
- Ministerien: BFM, BMG, BMJ, BMFSFJ, BK
- Hebammenverbände, u.a.: DHV (Deutscher Hebammenverband), BfDH (Bund
für freiberufliche Hebammen Deutschlands), DFH (Deutscher Fachverband für Hausgeburtshilfe), Netzwerk der Geburtshäuser, Hebammen für Deutschland
- DGHWi - Die Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft
- GKV- Spitzenverband - zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen
- GDV - Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
- KBV - Kassenärztliche Bundesvereinigung, 17 kassenärztliche Vereinigungen
- AWMF - Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
Während auch gute Berater für die Hebammenverbände dabei waren, gab es keine direkten Vertreter für die
unmittelbar Betroffenen: Eltern, Frauen (Schwangere, Gebärende, Mütter) und Kinder.
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Neuigkeiten:
25.05.2016/24.02.2016: Written Declaration EU - zum Zugang zu "Maternal Care" - Europäisches Parlament
18.12.2014: Drucksache18/3600 - Unterrichtung durch die Bundesregierung. Bericht der Bundesregierung über nosok
omiale Infektionen und Erreger mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen