Initiative für eine gerechte Geburtshilfe in Deutschland - Information, Austausch, Diskussion.
Initiative für eine gerechte Geburtshilfe in Deutschland - Information, Austausch, Diskussion.

Roses Revolution - am 25. November 2016

Wir lassen Rosen sprechen...

... und setzen gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt in der Geburtshilfe. Die Aktion nutzt als Plattform die Roses-Revolution-Facebook-Seite.

 

An die jeweiligen Geburtskliniken (oder anderen  Institutionen/Personen), die eine Rose erhalten: Wir freuen uns über und auf Rückmeldungen - gerne über das Kontaktformular (zur Kenntnisname oder um es anonym oder namentlich hier bzw. auf der FB-Seite zu veröffentlichen). Nutzen Sie die Roses Revolution, um das Thema bei sich im Team zur Sprache zu bringen. Wir hoffen darauf, dass Sie die friedliche Revolution als Chance sehen, etwas zu verändern.

 

Globaler Tag gegen Gewalt in der Geburtshilfe

 

Die Geburt Deines Kindes war unachtsam?
Die Geburtshelfer haben Dich nicht so behandelt, wie Du es Dir gewünscht hättest?
Du hattest keine selbstbestimmte, gerechte Geburt?

Dann mach mit: Lege eine rosafarbene Rose vor die Kreißsaaltür, hinter der Dir Gewalt angetan wurde.

Wenn Du magst, schreibe einige erklärende Zeilen in einem Brief dazu.

Dokumentiere/Fotografiere Deine niedergelegte Rose anschließend und poste es mit dem Hashtag #rosrev z.B. bei facebook oder twitter. Auf Wunsch kannst Du das Bild an uns schicken und wir veröffentlichen es anonym auf der Roses-Revolution-Facebookseite.

(Eine vergleichbare Aktion in der USA mit dem Hashtag #BreaktheSilence (#BrichdasSchweigen) hat im Rahmen der Revolution für eine gewaltfreie Geburtshilfe bereits große Erfolge erzielt.)

 

Frauen auf der ganzen Welt werden dies ebenso tun

- damit sich endlich etwas verändert.

 

 

Gemeinsam die erlebte Gewalt beim Namen nennen!

 

Was auch immer die Gewalt bei Deiner Geburt war, du bist nicht allein. Jeden Tag erleben sie Frauen leider überall auf der Welt. Am Tag gegen Gewalt gegen Frauen, dem 25. Nov. geben wir diesen Erlebnissen gemeinsam eine Stimme.

 

 

Gewalt gegen Frauen ist auch, ...

 

  • sie unter Wehen gegen ihren Willen zum Stillliegen zu zwingen.
  • unter Wehen wieder und wieder nach dem Muttermund zu tasten.
  • ihnen zu sagen: "Wenn Sie jetzt nicht mitarbeiten, dann stirbt Ihr Baby!".
  • sie unter Geburt allein zu lassen oder ihnen zu sagen, sie sollen gefälligst still sein.
  • die Geburtspostion (z.B. liegend auf dem Bett mit festgeschnallten Beinen) vorzuschreiben.
  • ihnen ohne ihr Einverständnis und ohne medizinische Notwendigkeit einen Dammschnitt zuzufügen
  • bei Ihnen ohne medizinische Notwendigkeit einen Kaiserschnitt zu machen.
  • ...

 

 

Gewalt gegen Frauen ist auch Gewalt in der Geburtshilfe.
Auch hier in Deutschland. Jeden Tag!

Roses Revolution 2013 - Klinik in Berlin

Hintergrund

 

Die Aktion "Roses Revolution" wurde am 4. November 2013 auf der 3. Human Rights in Childbirth Konferenz im belgischen Blankenberge nach einer Idee von Jesusa Ricoy ins Leben gerufen.
Innerhalb von nur drei Wochen wurde daraufhin der Aktionstag in mehreren Ländern organisiert, u.a. in Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, der Slowakei, Tschechien, Mexiko, Brasilien und Kolumbien.
Auch in Deutschland haben an diesem Tag Hunderte von Frauen Rosen vor die Türen gelegt, im folgenden Jahr war die Aktion bereits sehr erfolgreich: siehe Auswertung 2014. Dieses Jahr werden sich noch mehr Menschen beteiligen, denn das Bewusstsein wächst, dass körperliche Unversehrtheit und das Recht auf Aufklärung, Information und Einverständniserklärung auch für schwangere Frauen und Gebärende gilt. Die Frauen sind nicht mehr bereit, still zu ertragen und das Unrecht hinzunehmen.

 

Mach' mit und sei Teil der ROSES REVOLUTION, dieses Jahr zum vierten Mal!

 

Aussagen einiger Frauen:

 

"Letztes Jahr habe ich mich noch nicht getraut, ich konnte einfach nicht in die Klinik gehen, aber dieses Jahr bin ich dabei." (Maria*, 28)

"Ich habe für eine Freundin eine Rose niedergelegt, es war ein sehr bewegendes Gefühl, den Gang entlang zu gehen. Ich weiß, was sie erlebt hat. Es hat ihr Trost gebracht und ich hoffe, dass dies auch beim Krankenhauspersonal mal jemanden wachrüttelt." (Sylvia*, 37)

"Allein den Brief an die Hebamme zu schreiben: sich genau an die Worte zu erinnern, die Bilder, dieses Gefühl der Auslieferung... Allein diesen Brief zu schreiben, es war wie eine große Last, die von mir geht." (Merle*, 40)

 

*Namen geändert

 

Bericht: "Mein Körper gehört mir und er ist wunderbar gemacht" von Simone Vogel (Happy Birthday e.V. - Verein für selbstbestimmte Geburtskultur), die 2013 auch eine Rose niederlegte.

 

Weitere Informationen

 

Poster|Flyer - Roses Revolution - zum Verteilen/Aufhängen überall!
RosRev Flyer 2015.jpg
JPG-Datei [170.7 KB]

Mehr Infos

 

Stand: 20.09.2016

Besucher seit Juni 2014:

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