Willkommen bei Gerechte Geburt!
Unter NEWS gibt es einen weiteren Überblick der letzten Neuerungen auf gerechte Geburt bspw. von der Pinnwand, unter Aktuell aktuelle Entwicklungen, Artikel rund um das Thema Geburtshilfe, z.B. aus der Politik.
Großartig, dass Sie den Weg hierher gefunden haben, dass Du Dich hier informierst, engagierst und beteiligst!
Hier finden Mütter, Väter, Familien, Betroffene, Hebammen und Interessierte seit 2014 Informationen rund um das Thema Verbesserung von Geburtshilfe.
Durch Vernetzung mit verschiedenen Vereinen, vielen Literatur-, Link- und Handlungsempfehlungen sowie den fachlichen Austausch und die Diskussion über das Thema möchte diese Seite auf die Suche nach einer Lösung gehen:
Bessere Geburtshilfe - gerechte Geburtshilfe - muss möglich sein. Dies meint "gerecht" für alle Beteiligten: die Mutter, den Vater, die Geburtshelfer*innen (Hebamme, Ärzt*innen, ggf. Krankenhauspersonal, Doula) und das Ungeborene - dies schließt eine transparente Behandlung, faire Bezahlung, gute und individuelle Betreuung sowie das Recht auf Selbstbestimmung mit ein.
Bei den vielen Angeboten rund um das Thema Geburt, ist es nicht immer leicht, den Überblick zu bewahren, Märchen von Realität zu trennen und das Wesentliche im Blick zu behalten. Hier möchten wir filtern, fokussieren, kritisieren und aufklären.
Denn leider ist die Standard-Geburtshilfe in Deutschland alles andere als rosig!
Wer sich keine Beleghebamme leisten kann, keine abbekommt oder gar nicht darüber informiert ist, spielt die Hebammen-Lotterie in der Klinik und die ist mit ca. 98% der häufigste Geburtsort in Deutschland. Frauen müssen sich die dort eingesetzten Hebammen während der Geburt häufig teilen, was bedeutet, dass eine 1:1-Betreuung meist nicht möglich ist und es zu vielen medizinischen Interventionen kommt. Nur 7% aller Frauen erleben eine Geburt ohne medizinische Eingriffe, hingegen kommen ein Drittel der Babys mittlerweile per Kaiserschnitt zur Welt (davon zur Hälfte geplant, die andere Hälfte wird erst unter der Geburt entschieden). Dabei spricht die WHO (10.04.2015) von einer "optimalen" Kaiserschnittrate von ca. 10%-15%. Zwar stellen manche Statistiken eine insgesamt gute Zufriedenheit der Mütter über ihre Geburten fest, aber viel zu oft bleiben die Betreuung und die Umstände dem Zufall überlassen, Menschen werden durch Technik ersetzt. Personalmangel, Fallpauschalen, Zeitdruck, Haftpflichtproblematik sind Faktoren, die in der Geburtshilfe eigentlich nichts zu suchen haben sollten. Oft wird vergessen: Es geht um mehr als ums Überleben von Mutter und Kind, denn es ist nicht egal wie wir geboren werden.
Wenn Du keine positive Geburtserfahrung machen durftest, eine von den vielen traurigen Geburtsgeschichten gehört oder sogar selbst erlebt hast, dann mach mit bei der nächsten Roses Revolution am 25. November, einer globale Aktion gegen Gewalt in der Geburtshilfe. Selbst die WHO brachte im September 2014 eine wichtige Erklärung zu „Gewalt in der Geburtshilfe“ heraus, um auf das Tabu-Thema und weltweite Problem aufmerksam zu machen. Gerechte-Geburt möchte hier einen Beitrag zur Aufklärung und Prävention leisten, bietet ein ehrenamtliches Hilfeangebot und ist damit Teil der weltweiten Bewegung für eine bessere Geburtshilfe. Vielleicht findest Du auch Antworten für Deine ungerechte Geburtserfahrung oder wie man sie vermeiden kann.
Auch Erstgebärende erfahren hier, was man besser vor der Geburt des Kindes wissen sollte, einem aber vielleicht auf den Veranstaltungen für werdende Eltern nicht mitgeteilt wird. Denn man kann versuchen, sich zu schützen und mit beeinflussen, dass die Gebärende unter der Geburt gerecht behandelt wird und sich dadurch, auch wenn sie 90 ist, noch mit dem Gefühl von Erfüllung, Glück und Zufriedenheit an die Geburt ihres Kindes erinnern kann. Du möchtest also eine selbstbestimmte gerechte Geburt (für Dich selbst/Deine Partnerin/Tochter/Freundin)? Dann klick Dich z.B. durch die Video-/Artikel-Empfehlungen, denn Wissen ist Macht – Macht über Deine Geburtserfahrung.
Einen Rückblick zu meiner Bundestagspetition Nr. 76417 für eine umfassende Geburtshilfereform, gegen Gewalt in der Geburtshilfe finden Sie unter Petition-2018! Denn erst zwei Jahre später, im Juni 2020, gab es endlich Antwort vom Petitionsausschuss. Auf die Positionierung von Jens Spahn warteten wir vergeblich und auch Nina Warken, jetzige Bundesministerin für Gesundheit gibt keine Stellungnahme zum Thema ab.
Übrigens: Diese Seite befindet sich bewusst im Aufbau. Sie soll niemals fertig sein, sondern sich stets weiterentwickeln. Vielen Dank an dieser Stelle für die Vorschläge und positiven Rückmeldungen über das Kontaktformular.
Viel Spaß!
Eure Mascha Grieschat
Vorsitzende Gerechte Geburt - Verein zur Förderung gerechter Geburtshilfe