Gerechte Geburt - Verein zur Förderung gerechter Geburtshilfe in Deutschland - Information, Aufklärung, Initiative.
Gerechte Geburt - Verein zur Förderung gerechter Geburtshilfe in Deutschland - Information, Aufklärung, Initiative.

Projekte

Der Verein Gerechte Geburt beteiligt sich an mehreren laufenden Projekten und Aktionen rund um das Thema "Verbesserung von Geburtshilfe" bei verschiedenen Initiativen und Vereinen.

Gerechte Geburt initiiert auch neue Aktionen, unterstützt und organisiert einige eigene Kampagnen. Jede/r darf sich bei solchen Aktionen beteiligen! Sollte eine mögliche Beteiligung einmal nicht selbsterklärend sein (z.B. "Weitersagen", "Flyer verteilen", "Petition unterschreiben", "Netzwerken", "Presse anschreiben", "Fotos zur Verfügung stellen", "Artikel empfehlen", "zur Demo gehen" usw.), dann gerne über das Kontaktformular nachfragen.

 

Aktion: Neues Wissen für Wikipedia - Wissen von heute in die Welt tragen!

Auf Wikipedia existiert veraltetes Wissen über Geburtshilfe. Dies muss geändert werden. Z.T. konnte - beispielsweise im Bereich "Kaiserschnitt" deutlich verbessert werden. Jedoch ist das "Reich der Wikipedia-Artikel-Schreiber" ein ganz eigenes... Jede/r ist willkommen, sich hier einzubringen.  Behaltet wertvolles Wissen über Geburtshilfe nicht für Euch.

 

Bundestagspetition: Beschluss für eine umfassende Geburtshilfereform.

Großprojekt zur Bekämpfung von Respektlosigkeit und Gewalt in der Geburtshilfe.

Mehr Informationen zur Petition von 2018 -->  hier 

Auch 2025 darf beim Petitionsausschuss nachgehakt werden, wieso die Forderungen noch nicht umgesetzt sind. Der DHV hat 2025 eine Kampange gestartet "Frauen zahlen den Preis" und eine ähnliche Petition auf den Weg gebracht, diese kann noch immer unterzeichnet werden.

 

"Hamburger Bündnis für gesunde Geburt"

Erstes Planungstreffen für das Hamburger Bündnis fand am 09.06.2015 statt. Vergleichbar mit Zielen vom "Bremer Bündnis zur Unterstützung der natürlichen Geburt" wollen Experten und Engagierte gemeinsam Empfehlungen aussprechen, wie Geburtshilfe in Hamburg optimiert werden kann. Fünf Bundesländer haben bereits ähnliche Initiativen gestartet. (Hier die Pressemitteilung der Bremer Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau. Im Juni 2015 soll eine gezielte Öffentlichkeitskampagne beginnen)

Ein Treffen mit dem Hamburger Hebammenverband und dem Deutschen Hebammenverband  fand im April 2018 statt. 2020 gab es das erste offizielle Treffen im Hamburger Rathaus. (Ein erster Erfolg!) Die Gesundheitsbehörde hatte eingeladen. Weitere folgten, aber unser Vorstand ist in ein anderes Bundesland gezogen und hat den Posten an Mitglieder aus der Elternorganisation Mother Hood e.V. abgetreten.

 

Leitlinienarbeit

Um die Geburtshilfe nachhaltig zu verbessern (Kaiserschnittrate senken, traumatische Geburten vermeiden) bedarf es Veränderungen in den gültigen Leitlinien, erste Erfolge wurden erzielt (Neue S-3Leitlinien). Gerechte Geburt macht sich dafür stark und ist in Kontakt mit der DGGG (Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) und der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.), um den Interessen von Frauen, Familien und Betroffenen eine Stimme zu geben, sodass entsprechende Vertreter*innen mitwirken können. Die Förderung für eine neue wichtige Leitlinie im Kontext von Geburtshilfe wurde beim Innovationsfonds bewilligt. Das Projekt ist bereits gestartet, die Fertigstellung der Leitlinie ist für 2027 geplant. Gerechte Geburt arbeitet mit unserem Vorstand an der der übergeordneten Leitlinie PERITRAUMA (Koordination Universitätsklinikum Dresden) seit 2024 aktiv mit. Großartig.

 

Meldestelle

Sie haben Gewalt in der Geburtshilfe selbst erlebt  oder wurden Zeuge als Ärztin/Arzt, Hebamme? Du hast einen Artikel gefunden, der dieses Thema betrifft? Dann über das Kontaktformular melden.

Gerechte Geburt startete 2014 die erste deutsche Meldestelle für Gewalt in der Geburtshilfe und verfolgt damit die Forderung der WHO, um Prävention zu leisten und so langfristig physische und psychische Gewalt zu verhindern. Das ehrenamtliche Hilfeangebot steht. Die Ergebnisse werden den politisch Verantwortlichen übermittelt.

Eine Deutschlandkarte (Traum(a)geburt e.V.) konnte die Fälle der Roses Revolution mitberücksichtigt und eine Übersicht bieten. Gleichzeitg ist die Betroffenenquote so hoch, dass die Karte  aus wissenschaftlicher Sicht wenig aussagekräftig ist, dennoch eine sinnvolle Übersicht zur Beteiligung an der Aktion abbildet.

 

Hamburger Open-Online-University: Menschenwürdig Gebären

Wir haben mitgewirkt beim kostenlosen Online-Kurs „Menschenwürdig gebären – erfahren und be­glei­ten. Geburtskulturen im Wandel“ der Hamburg Open Online University (HOOU), konzipiert von Ethnologin und Hebamme aus der Lehre Angelica Ensel. Mit viel Video, Fachartikel und Informationsmaterial ist etwas ganz Besonderes entstanden, um umfassend über das Thema "Menschenwürdig Gebären" aufzuklären und ein offenes Lernangebot zu bieten. Unser Vorstand Mascha Grieschat verfasste einen vierteiligen Beitrag zum Thema "Gewalt in der Geburtshilfe. Eine multidimensionale Betrachtung der Entwicklung des Gewaltbegriffs im Kontext der Geburtshilfe in Deutschland" - hier direkt alle Kapitel zum Download:

  1.  Herausforderungen der Definition – Die unterschiedlichen Ebenen von Gewalt in der Geburtshilfe
  2. Die Entwicklung des Gewaltbegriffs: Erste Einflüsse und Aktionen durch Aktivist*innen und Akteur*innen – Beginn der Frauenbewegung 2.0?
  3. Von Protesten und Berichten bis zur ersten globalen Anerkennung 
  4. Geburtshilfliche Gewalt ist kein Privatproblem: Politik in die Verantwortung nehmen

 

Der Kurs zeigt, wie Bildung und Reflexion neue Perspektiven für eine respektvolle und traumasensible Geburtshilfe eröffnen und richtet sich an Fachpersonen und Interessierte. Hier direkt zum Kurs: HOOU – Menschenwürdig gebären

 

Mutmacher

Aus zugesandten (Geburts)Geschichten soll die Rubrik "Mutmacher" entstehen: Positivbeispiele von Hebammen, klinischem Personal, Familien, Müttern über die z.T. sehr gute Betreuung in den Kliniken, Geburtshäusern oder Zuhause geteilt werden können. Ziel: Voneinander lernen, sehen: "So kann's auch gehen!".  Das Gegenstück bietet die Rubrik #rosrev, wo die traumatischen Geburten ihren Raum bekommen: "So soll's nicht gehen!" Positiv wie Negativbeispiele gerne über das Kontaktformular einsenden, anonyme Veröffentlichung möglich.

 

Netzwerken

Mit den meisten der unter "Links" angegebenen Vereinen besteht ein Kontakt. Mit einigen ist die Zusammenarbeit in letzter Zeit vermehrt. Hier einige Beispiele:

Geburt e.V.Happy Birthday e.V. (aufgelöst), Human Rights in Childbirth, Mother Hood e.V. (Mitglied), Traumageburt e.V. (ehemaliges Mitglied)

Weitere Anfragen laufen. So wird Ende letzten Jahres bei einer Konferenz bei UNWOMAN - im Rahmen der HE4SHE - Kampagne (Gegen Gewalt gegen Frauen) über eine Zusammenarbeit abgestimmt. UN Women unterstütz Roses Revolution!

 

Politische Arbeit

Bundesministerien werden angeschrieben. Zuständigkeitsbereiche sind in Sachen "Gewalt in der Geburtshilfe" leider nicht eindeutig geklärt - "Das ist Länddersache" - "Das gehört auf Bundesebene"... Die Aktion "Triff Deinen Abgeordneten" von Hebammenunterstützung.de ist hier ein wichtiges Instrument. Leider ist die Bereitschaft der Politiker nicht immer gegeben. Antworten erhält man erst nach Monaten und immer wieder erneuten Nachfragen. Erzielt wurde eine erste Zusammenarbeit mit dem bundesweiten Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" Tel. 08000 - 116 016. Frauen, die von Gewalt unter der Geburt betroffen sind, können dort Hilfe- und Unterstützungsangebote erfahren. Davon gibt es zwar deutschlandweit noch nicht so viele, aber immerhin steht das Hilfetelefon  bundesweit kostenlos und rund um die Uhr zur Verfügung und man erhält ein stützendes Gespräch von einer qualifizierten Beraterin - auch anonym.

Gerechte Geburt informiert über neuste "Errungenschaften" und Antworten aus den Bundesministerien.

 

Selbsthilfe

Eine traumatische Geburtserfahrung kann - über Monate, Jahre hinweg - sehr belastend sein und sich auf die Paarbeziehung und die Mutter-Kindbindung auswirken.  Diese Erfahrungen zu teilen, Tipps auszutauschen, Expertenmeinungen zu diskutieren, zu lachen, zu weinen - all das kann in Gesprächsrunden geschehen und helfen, mit dem Erlebten, den gesundheitlichen Konsequenzen besser leben zu können. Tipps zur Gründung von Selbsthilfegruppen in Deinem Ort gerne über das Kontaktformular anfordern, ebenso für Ort/Zeit für nächstes Treffen in Hamburg/Kreis Pinneberg.

 

Roses Revolution

Seit Ende 2013 ist Gerechte Geburt Teil der Roses Revolution. Von 2014-2019 war sie offizielle Plattform dieses wichtigen Projekts gegen Gewalt in der Geburtshilfe am 25.11. jedes Jahr und konnte ihr verhelfen, groß zu werden! Rosen werden niedergelegt und Geburtsberichte (anonym) veröffentlicht. (Nach einem Übergangsjahr liegt die Patenschaft für die Betreuung der anonymen Zuschriften seit 2020 bei Traum(a)Geburt e.V.). Roses Revolution bleibt unser Großprojekt und "Baby". Alles Wissenswerte hier

 

Video-Kampagnen

Um ebenfalls Menschen zu erreichen, die nicht auf Facebook sind, eigenen sich manchmal Video-Botschaften. Mehrere kleine Video-Beiträge konnten erstellt werden, um die Themen "Geburtshilfe in Not" oder "Roses Revolution"/"Gewalt in der Geburtshilfe" etwas besser zu verstehen. 

 

Vorträge und Seminare

Ob vor Medizinstudierenden im Rahmen der Semesterveranstaltungen, vor Hebammen auf einem Hebammenkongress oder zur Auftacktveranstaltung, vor Politiker*innen in Sitzungen zu neuen Beschlüssen, gerne bieten wir Vorträge und Semiare rund um unser Herzensthema Gewalt im Kontext von Geburtshilfe an oder vermittel an kompetente Rednerinnen. Unsere Mitglieder berichten aus Betroffenen-Perspektive (Mütter, Väter, Angehörige) sowie Psychologinnen oder Fachpersonen aus den geburtshilflichen Teams.

 

Vergangene Aktionen: z.B. #Zappenduster 

Symbolisch stand das Aktionsbild seit 2014 zehn Jahre auf der Titelseite! Es hat sich zu wenig geändert.

 

Mitmachen! Wir freuen uns über neue Ideen, Impulse und Unterstützung. AKtive- und Fördermitglieder bitte per Kontaktformular anschreiben.

 

Stand: 07.01.2026

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