Gerechte Geburt bereitet eine Verfassungsbeschwerde gegen Gewalt und systemische Missstände in der Schwangerschaft, unter der Geburt und im Wochenbett vor. Die Einreichung ist für das erste Quartal 2026 geplant. Betroffene, Angehörige und Personen, die eine Schwangerschaft, Geburt oder das Wochenbett miterlebt oder begleitet haben, sind eingeladen, ihre Erfahrungen einzubringen.
Viele Familien erleben in der Schwangerschaft, während der Geburt oder im Wochenbett Situationen, die sie als übergriffig, entwürdigend, gewaltvoll oder strukturell belastend wahrnehmen. Diese Erfahrungen sind nicht nur individuell schmerzhaft, sondern weisen auf systemische Probleme hin: fehlende Aufklärung, Zeitdruck, Personalmangel, Machtasymmetrien, mangelnde Wahlmöglichkeiten, fehlende Beschwerdewege oder fehlende Unterstützung nach belastenden Erlebnissen.
Ihre Berichte helfen, diese strukturellen Muster sichtbar zu machen und verfassungsrechtlich relevante Zusammenhänge zu belegen.
Bitte beschränken Sie sich auf 1–3 Seiten. Ergänzende Unterlagen (z. B. Notizen, Geburtsberichte, Dokumente) können beigefügt werden.
Relevante Inhalte können zum Beispiel sein:
fehlende oder unzureichende Aufklärung
Druck zu bestimmten Untersuchungen oder Entscheidungen
respektloser Umgang, Abwertung oder Diskriminierung
medizinische Eingriffe oder Maßnahmen ohne echte Wahlmöglichkeit
strukturelle Hindernisse (z. B. keine erreichbare Hebammenbetreuung)
Eingriffe ohne Einwilligung oder ohne ausreichende Information
verbale, körperliche oder strukturelle Gewalt
Situationen, in denen Sie sich ausgeliefert, übergangen oder nicht ernst genommen fühlten
fehlende Unterstützung, Zeitdruck, Personalmangel
Machtungleichgewichte oder Drucksituationen
traumatische oder belastende Geburtserlebnisse
fehlende Versorgung, fehlende Nachsorge oder mangelnde Unterstützung
respektloser Umgang oder Abwertung
medizinische Maßnahmen ohne ausreichende Aufklärung
strukturelle Hindernisse bei der Versorgung von Mutter und Kind
psychische oder körperliche Folgen, die nicht ernst genommen wurden
Beobachtungen von Gewalt, Übergriffen oder Missständen
Situationen, in denen Sie nicht eingreifen konnten
Belastungen für die Familie
fehlende Einbindung oder fehlende Informationen
Diese Beispiele dienen zur Orientierung. Jede Erfahrung, die strukturelle Probleme sichtbar macht, kann hilfreich sein.
Die Vorbereitung der Verfassungsbeschwerde ist umfangreich und erfordert kontinuierliche fachliche, organisatorische und juristische Arbeit. Damit wir diese Aufgabe unabhängig und sorgfältig erfüllen können, sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen.
Spenden können direkt über Betterplace getätigt werden. Hier geht es zur Spendenseite:
Jeder Beitrag – ob klein oder groß – hilft dabei, strukturelle Gewalt in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sichtbar zu machen und rechtlich anzufechten.